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Presse-Information

15. Januar 2014

Eröffnungsbericht - Größer, regionaler, internationaler: Grüne Woche im Allzeithoch

Höchste Länderbeteiligung seit Bestehen:
1.650 Aussteller aus 70 Ländern aller Kontinente vertreten – Partnerland Estland präsentiert sich „Wunderbar anders“ – Größtes Angebot regionaler Spezialitäten aus Deutschland – Messe Berlin rechnet mit Ansturm von über 400.000 Besuchern

Über 70 Agrarminister aus aller Welt und die Spitzenvertreter der Land- und Ernährungswirtschaft kommen nach Berlin

Berlin, 15. Januar 2014 – Größer, regionaler, internationaler: Bei ihrer 79. Auflage unterstreicht die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) ihren Stellenwert als weltgrößte Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Mit 1.650 Ausstellern aus 70 Ländern (2013: 1.630 / 66) verzeichnet die IGW 2014 die höchste Länderbeteiligung seit der Erstveranstaltung 1926 sowie die höchste Ausstellerzahl seit 15 Jahren. Vom 17. bis 26. Januar findet die einzigartige Leistungsschau der Land- und Ernährungswirtschaft auf 124.000 Quadratmetern Hallenfläche (2013: 115.000 qm) statt. Auch dies ist ein Höchstwert in der 88-jährigen IGW-Geschichte. Partnerland ist Estland, das den bislang größten Auftritt auf der Grünen Woche mit speziellen Thementagen und einer Exportoffensive angekündigt hat. Daneben präsentieren rund 500 Aussteller aus Deutschland authentisch und mit bundesländer-spezifischem Lokalkolorit das größte Angebot an regionalen Spezialitäten sowie Nahrungs- und Genussmitteln auf Messen. Im Mittelpunkt des Konferenzprogramms steht das Global Forum for Food and Agriculture 2014 (GFFA) vom 16. bis 18. Januar, zu dem über 70 Landwirtschaftsminister und Vizeminister sowie die Spitzenvertreter der Land- und Ernährungswirtschaft erwartet werden. Eröffnet wird die Grüne Woche 2014 durch den neuen Bundeslandwirtschaftsmi-nister Dr. Hans-Peter Friedrich (16.1., 18 Uhr, ICC Berlin).

Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH: „Die Grüne Woche befindet sich im Allzeithoch. Sie ist eine der traditionsreichsten Messen in Deutschland überhaupt und erfreut sich auch im 88. Jahr ihres Bestehens einer ungebrochenen Attraktivität. Wie keine andere Ausstellung der Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und des Gartenbaus vereint sie fachliche und publikumsorientierte Ausstellungsbereiche. Sie ist gleichzeitig die bedeutendste agrarpolitische Veranstaltung, eine globale Leistungsschau der Land- und Ernährungswirtschaft sowie eine einzigartige Erlebniswelt für das Publikum. Nahrungs- und Genussmittel aus allen Kontinenten stehen ebenso im Mittelpunkt wie die größte Bandbreite an regionalen Spezialitäten aus Deutschland – auch im Jahr 2014 das aktuelle Trendthema bei den Verbrauchern.“

Welche Dimensionen das Ereignis „Grüne Woche“ hat, belegen eine Fülle von beeindruckenden Zahlen: Die Grüne Woche 2014 findet in 26 Hallenkomplexen auf dem Berlin ExpoCenter City rund um den Berliner Funkturm statt. Die Messe Berlin erwartet über 400.000 Besucher, darunter 100.000 Fachbesucher. Etwa 300 Konferenzen, Tagungen und Seminare finden im Verlauf der Messe für die Fachwelt statt. Rund 150 nationale und internationale Spitzenpolitiker haben sich mit ihren Delegationen angesagt. Mehr als 5.000 Journalisten aus 70 Ländern berichten in Wort, Bild und Ton von den Ereignissen in Berlin. Rund 20 Showbühnen und Kochstudios in den Messehallen garantieren Entertainment und Information gleichermaßen. Zirka 100.000 Spezialitäten aus aller Welt werden auf der Messe angeboten. Über 10.000 Haus- und Heimtiere bevölkern das Messegelände und 30.000 Blüten und Frühlingsblüher allein in der Internationalen Blumenhalle erfreuen die Herzen aller Gartenfreunde in der dunklen Jahreszeit. Im Tagesdurchschnitt arbeiten rund 10.000 Beschäftigte (Standpersonal, Servicekräfte, Medienvertreter) auf der Messe.

Bei ihrer 79. Auflage blickt die Grüne Woche auf eine 88-jährige Geschichte zurück. Aus einer schlichten lokalen Warenbörse im Premierenjahr 1926 hat sie sich zur weltgrößten Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau entwickelt. Seitdem präsentierten sich über 81.000 Aussteller aus 128 Ländern den mehr als 31 Millionen Fach- und Privatbesuchern mit einem umfassenden Produktangebot aus allen Kontinenten. Veranstaltet wird die Internationale Grüne Woche Berlin 2014 von der Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger sind der Deutsche Bauernverband (DBV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).

Zur aktuellen Branchensituation und zum wirtschaftlichen Stellenwert ihrer Wirtschaftszweige äußerten sich die Trägerverbände der Grünen Woche auf der heutigen Eröffnungspressekonferenz unter anderem wie folgt:

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes e. V. (DBV): „Die Vereinten Nationen haben 2014 zum Jahr des bäuerlichen Familienbetriebes erklärt. Die landwirtschaftlichen Familienunternehmen stehen für nachhaltiges Wirtschaften, für eine verantwortungsbewusste und unternehmerisch erfolgreiche Betriebsführung, für eine Verwurzelung in der Region sowie für einen offenen und transparenten Dialog mit den Verbrauchern. Die Bauernfamilien sind Garanten und Sachwalter einer intakten Umwelt, für sichere Lebensmittel und einen verantwortungsvollen Umgang mit Nutztiere. Für die Volkswirtschaft in Deutschland ist die Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft ein Stabilitätsanker. Einschließlich der vor- und nachgelagerten Wirtschaft sind rund 4,6 Millionen Menschen direkt oder indirekt damit beschäftigt, die Verbraucher mit Lebensmitteln, nachwachsenden Rohstoffen und Energie aus land- und forstwirtschaftlicher Erzeugung zu versorgen. Die gesamte Agrar- und Ernährungsbranche erwirtschaftete 2012 einen Produktionswert von 412 Milliarden Euro, 8 Prozent der Gesamtwirtschaft. Damit sind bäuerliche Familienunternehmen nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich ein Erfolgsfaktor.“

Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE): „Die Ernährungsindustrie ist mit einem Umsatz von rund 175 Milliarden Euro und mehr als einer halben Million Beschäftigte der viertgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands. Noch nie war unser Lebensmittelangebot so hochwertig, sicher und vielfältig wie heute, allein die industrielle Lebensmittelproduktion kann den hohen Verbraucheransprüchen gerecht werden. Diese Leistungen der Branche müssen endlich anerkannt werden! Im Jahr 2013 befand sich die Ernährungsindustrie auf einem stabilen Kurs. Qualität und Innovationen sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Lebensmittel, immer mehr Kosten und Regulierung gefährden jedoch diesen Erfolg.“

Global Forum for Food and Agriculture 2014 (GFFA)

Unter dem Motto „Landwirtschaft stärken – Krisen meistern – Ernährung sichern“ findet vom 16. bis 18. Januar parallel zum Auftakt der Grünen Woche das 6. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt. Unter der Beachtung der jeweils landestypischen Gegebenheiten müssen wirtschaftlich effiziente, sozial gerechte und ökologisch tragfähige Produktionsmethoden und –strukturen aufgebaut werden, um Voraussetzungen zur globalen Ernährungssicherung zu schaffen. Beim GFFA sollen Maßnahmen und Wege aufgezeigt werden, wie die Land- und Ernährungswirtschaft sowie ländliche Räume gestärkt werden können, damit sie als wichtigster Schlüsselfaktor den vielfältigen Herausforderungen besser gewachsen sind, ökonomische, ökologische und soziale Krisen besser meistern und einen aktiven Beitrag zur Bewältigung von Mangel- und Fehlernährung weltweit leisten können.

Im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungsmodule des GFFA wird die internationale Diskussion zu diesen Zukunftsfragen geführt. Im Zentrum dabei stehen dabei am 18. Januar das Internationale GFFA-Podium im ICC Berlin und die inzwischen weltweit größte Agrarministerkonferenz, der 6. Berliner Agrarministergipfel, im Weltsaal des Auswärtigen Amtes. Hochrangige Vertreter aus aller Welt beraten hier über Lösungen für gemeinsame Handlungsansätze zur globalen Ernährungssicherung. Zeitgleich mit dem Berliner Agrarministergipfel veranstaltet der GFFA Berlin e.V. am 18. Januar sein hochrangig besetztes Internationales Wirtschaftspodium in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom. Diese Organisation wurde von der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft zur Förderung nachhaltiger Strategien zur weltweiten Ernährungssicherung und Nutzung der natürlichen Ressourcen gegründet.

Weltmarkt der Ernährungswirtschaft

Wie keine andere Messe bildet die Grüne Woche den Weltmarkt der Ernährungswirtschaft unter Einbeziehung der Verbraucher ab. Mit Deutschland stellen in diesem Jahr insgesamt 70 Länder aller Kontinente ihre Spezialitäten vor. Zu den besonderen Beteiligungen zählen dabei die Messejubiläen von Belarus (20 Jahre) sowie Bulgarien (25 Jahre). Seit längerer Zeit wieder dabei sind Aussteller von den Philippinen (seit zehn Jahren), aus Portugal (seit zwölf Jahren) sowie aus Saudi-Arabien (seit 21 Jahren).

35 Staaten mit offiziellen Ländergemeinschaftsständen vertreten: Aserbaidschan (Halle 7.2c), Belarus (1.2a) Bulgarien (1.2a), China (6.2), Estland (8.2), Finnland (8.2), Frankreich (11.2), Georgien (7.2c), Griechenland (1.2a), Guinea (7.2a), Iran (18), Italien (17), Japan (6.2a), Kirgisistan (7.2c), Kroatien (18), Lettland (8.2), Liechtenstein (17), Litauen (8.2), Marokko (7.2b), Niederlande (18), Norwegen (8.2), Österreich (15.1), Philippinnen (6.2a), Polen (11.2), Portugal (8.2), Rumänien (10.2), Russland (2.2), Saudi-Arabien (6.2a), Schweiz (17), Slowenien (18), Thailand (6.2a), Tschechische Republik (18), Ukraine (16), Ungarn (10.2), Usbekistan (10.2).

Darüber hinaus werden 34 Länder durch Importeure und/oder Exporteure vertreten: Afghanistan (Halle 7.2b), Argentinien (18), Armenien (7.2c), Australien (18), Belgien (1.2a), Brasilien (10.2), Côte d'Ivoire (7.2b), Dänemark (1.2a), Ghana (7.2b), Großbritannien (8.2), Indien (6.2a), Irland (8.2), Island (8.2), Israel (8.2), Kamerun (7.2b), Kanada (7.2c), Kasachstan (7.2c), Kenia (7.2a), Kolumbien (1.2a), Libanon (6.2a), Luxemburg (7.2a), Madagaskar (6.2b), Mongolei (10.2), Nepal (7.2b), Neuseeland (18), Peru (1.2a), Ruanda (7.2a), Schweden (8.2), Spanien (18), Republik Südafrika (18), Tunesien (7.2c), Türkei (18), USA (7.2c), Vietnam (6.2a).

Partnerland Estland: Landwirtschaft, Tourismus und IT

Das diesjährige Partnerland Estland lädt alle Besucher zu täglich wechselnden, hochinteressanten Thementagen ein. Ab 19. Januar werden im estnischen Messe-Café in Halle 8.2 jeweils um 11 und um 15 Uhr Spezialitäten vorgestellt. Bei diesen kurzweiligen Info-Shows geht es nicht nur um Lebensmittel, die probiert werden können, sondern auch um Reiseziele und eine ganz besondere Spezialität Estlands: IT-Technologie. Kaum ein anderes Land in Europa ist in der elektronischen Kommunikation so fortgeschritten wie Estland, wo beispielsweise „Skype“ entwickelt wurde. Zu den lukullischen Besonderheiten gehören unter anderem Bären- und Elch-Fleisch, Flussneunaugen, Strömlinge und Sprotten. Es gibt hochwertige Milchprodukte wie Quark-Riegel und Käse, der den Blutdruck beeinflusst. Mitgebracht werden Bio-Vodka, Vana Tallinn Likör und Kristall-Kümmel, Waldbeeren-Chips, Honig sowie andere Bio-Produkte. Auch Bier, das nach deutschem Reinheitsgebot gebraut wird, servieren die Esten. Außerdem werden Eis und natürlich Marzipan gereicht, über das gestritten wird, ob es in Tallinn oder Lübeck erfunden wurde. An erster Stelle aber stehen Roggen-Produkte – vom Kama-Mehl über Brot bis zu Getränken – denn die Roggenblume ist die estnische Nationalblume und Roggenbrot gilt als länderverbindende „Friedensspeise“.

Deutsche Ernährungsindustrie und Produktmärkte

92 Prozent der Verbraucher in Deutschland geben an, beim Einkauf regionale Lebensmittel zu bevorzugen. Dies ist ein bemerkenswertes Ergebnis der repräsentativen Studie „Ökobarometer“ (August 2013), die im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums durchgeführt wurde. Danach stellt die „Regionalität“ beim Einkauf von Lebensmitteln ein immer bedeutenderes Kriterium dar. Immer häufiger greift der Verbraucher zu saisonalem Obst und Gemüse aus landwirtschaftlichen Betrieben der Nachbarschaft. Die Kombination von Lebensmitteln aus der Region, die zudem Bio-Produkte sind, bevorzugen 77 Prozent der Befragten.

Von diesem Verbrauchertrend profitieren auch die 13 Bundesländer-Beteiligungen auf der Grünen Woche. Das vielfältigste Angebot regionaler Spezialitäten aus ganz Deutschland kann zehn Tage lang in sieben Hallenkomplexen gekostet und gekauft werden. So vielfältig wie Deutschlands Regionen, so abwechslungsreich und genussvoll präsentieren sie sich von der Küste bis zu den Alpen mit landestypischen Spezialitäten sowie beliebten und ausgefallenen Gerichten: Baden-Württemberg (Halle 22a), Bayern (22b), Berlin (21b), Brandenburg (21a), Bremen (20), Hessen (20), Mecklenburg-Vorpommern (5.2b), Niedersachsen (20), Nordrhein-Westfalen (22a), Sachsen (21b), Sachsen-Anhalt (23b), Schleswig-Holstein (22a) und Thüringen (Halle 20).

Unterhaltung, Information, Talkrunden und Interaktion – auch 2014 heißt es am Gemeinschaftsstand der beiden Spitzenverbände der deutschen Lebensmittelwirtschaft in Halle 4.2a wieder „Dialog Lebensmittel“. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) legen ihren thematischen Schwerpunkt in diesem Jahr auf die „industriellen Produktion“. Konkret werden die Themen „Sicherheit“, „Kontrolle“ und „Hygiene“ anhand unterschiedlicher Produktionsprozesse von Lebensmitteln in einer Sonderschau visualisiert. Von der Ernte der Rohstoffe bis zur Verpackung der Endprodukte – die Bedeutung der industriellen Herstellung soll so realitätsnah und verständlich wie möglich dargestellt werden. Mit diesem Angebot möchten BLL und BVE zur Aufklärung über die moderne und sichere Lebensmittelproduktion beitragen und den Stellenwert der Lebensmittelbranche für Verbraucher und Wirtschaft verdeutlichen.

Kulinarische Genießer und gastronomische Entdecker kommen auf den verschiedenen Produktmärkten voll auf den Geschmack. Bei diesen „Spezialitätenabteilungen“ können Gourmets und Genießer eine erstaunliche Vielfalt an Delikatessen probieren. Am neuen Standort werden in der BioHalle 1.2 unter dem Motto „Mehr Platz für Leben“ die Anbau-Verbände Bioland, Biokreis, Demeter, Naturland und andere ihre Leistungen und Produkte präsentieren.

Groß und Klein können mit ihren eigenen Händen, Augen und Ohren erleben, was Bio ausmacht: anspruchsvolle Landwirtschaft und sorgfältiger Anbau, eine bunte Vielfalt an Pflanzensorten und Tierrassen und eine schonende Verarbeitung.

Das Fisch-Informationszentrum e. V. (FIZ) aus Hamburg präsentiert die „Erlebniswelt Fisch“ in Halle 14.1. Auf einem zehn Quadratmeter großen Eisbett machen über 80 Fisch-, Krebs- und Weichtierarten aus der ganzen Welt Appetit auf die gesunden Nahrungsmittel aus Fluss, See und Ozean. Mit exotischen Namen und schillernden Farben locken Fische aus fernen Ländern wie Cobia, Mahi Mahi und Erdbeergrouper. In Halle 6.2b öffnet sich den Besuchern die große Welt der Aromen, Gewürze und Essenzen. Der Produktmarkt „Kräuter / Gewürze / Tee“ entfesselt ein Erlebnis für alle Sinne mit iranischem Safran, eines der teuersten Gewürze der Welt, Palmenkandis und Arganöl, handgeschöpften Salz- oder den schärfsten Chili-Sorten. Edle Tropfen bieten die „Deutsche Wein- und Sektgalerie“ in Halle 6.2b sowie das „Kulinarium der Weine“ in Halle 13 mit internationalen Spitzensorten, vorwiegend aus der südlichen Hemisphäre.

Unter den 1.339 Braustätten aus dem gesamten Bundesgebiet befinden sich die Privatbrauerei Ernst Barre aus dem nordrhein-westfälischen Lübbecke, die Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer aus dem baden-württembergischen Tauberbischofsheim-Distelhausen, die Brauerei Max Leibinger aus Ravensburg und die Bergquell Brauerei Löbau aus der gleichnamigen sächsischen Stadt. Diese und zahlreiche andere Brauereien werden eine Auswahl ihrer Bierspezialitäten auf dem proBier-Markt in Halle 12 ausschenken. Passend dazu können hier herzhafte Wurst- und Fleischspezialitäten gekostet werden.

Moderne und nachhaltige Landwirtschaft

In Deutschland werden jeden Tag sichere Lebensmittel, Energie und Rohstoffe in höchster Qualität erzeugt. Wie das überhaupt funktioniert und welche Wertschöpfungsketten dies erst möglich machen, können die Besucher auf dem ErlebnisBauernhof anschaulich erfahren. Mehr als 70 Partner ermöglichen in Halle 3.2 einen Blick in die Welt der Landwirtschaft und der dazugehörigen Branchen. Der Auftritt steht unter dem Motto „Innovation und Tradition – Landwirtschaft verbindet“. Alle Messebesucher können sich über die vielfältigen Leistungen der Land- und Ernährungswirtschaft in den sechs Ausstellungsbereichen „Wissenschaft & Forschung“, „Pflanzenproduktion“, „Natur nutzen - Natur schützen“, „Tierproduktion“, „Landwirtschaft & Gesellschaft“ sowie „Treffpunkt“ informieren. Ob jung oder alt, jeder kann Spannendes, Wissenswertes und Überraschendes erkunden. Dazu gehört auch die Möglichkeit zum Dialog mit den Menschen hinter den Produkten der Land- und Ernährungswirtschaft. Der ErlebnisBauernhof ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes, des Vereins information.medien.agrar und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft, die den ErlebnisBauernhof federführend koordiniert.

Die Tierhalle 25 präsentiert sich als Schaufenster der deutschen Tierzucht und als landwirtschaftliche Showbühne mit Stadionatmosphäre. Tägliche Pferde- und Rassetierschauen mit den Spitzenvertretern aller landwirtschaftlichen Nutztierrassen werden im großen Vorführring die Fachwelt und das Publikum beeindrucken. Erstmals beziehen Vertreter der Rinderrasse Pustertaler Schecken Quartier in Halle 25. „Schwarz Rot Gold robust“, die 3. Bundesschau für extensive Fleischrinderrassen in Deutschland, ist vom 17. bis 19. Januar zu erleben. Von den Rassen Galloway, Highland Cattle, Hereford, Salers, Welsh Black, Zwergzebu und Dexter werden insgesamt 340 Tiere aus ganz Deutschland im züchterischen Wettbewerb präsentiert. Die 5. Bundesschau Landschafe führt am 24. und 25. Januar rund 90 Schafzüchter aus ganz Deutschland mit 420 Tieren von 30 Landschafrassen auf die Grüne Woche. Der Schwerpunkt liegt auf Rassen, die ursprünglich und auch heute noch vorrangig in Küstenregionen beheimatet sind, wie zum Beispiel das Rauhwollige Pommersche Landschaf, das Bentheimer Landschaf und die Graue Gehörnte Heidschnucke. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH) zeigt mit dem Dülmener Pferd die „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2014“. Die Dülmener stehen mit einem Bestand von rund 400 Tieren auf der „Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Haustiere“ in Europa.

Die Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zählt zu den besonders lehrreichen und informativen Ausstellungsangeboten. Die Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt – das ist der Leitgedanke dieses Ausstellungsbereichs in Halle 23a. Bei der Sonderschau geht es um alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette vom Acker bis auf den Teller, von der Erzeugung landwirtschaftlicher Rohstoffe über die Verarbeitung bis hin zu einer umwelt- und gesundheitsbewussten Ernährung. Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten unter anderem interessante Informationen zum klugen Einkauf, zur Kennzeichnung und dem richtigen Umgang von Lebensmitteln.

Ministerien, Institutionen, Verbände und Unternehmen präsentieren auf der „nature.tec“ in Halle 5.2a das gesamte Spektrum der energetischen und stofflichen Nutzung von Agrar- und Forstrohstoffen. Ziel der Fachschau, die unter dem Motto „Neue Energie ist unser Feld" steht, ist eine umfassende Darstellung der nachhaltigen Erzeugung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe sowie der Bedeutung von Bioenergie für eine zukunftsträchtige Energieversorgung und Mobilität. Eingeteilt ist die „nature.tec 2014“ in insgesamt sechs Schwerpunktbereiche. Neben den Energiethemen Biogas, Biokraftstoffe und Holzenergie befassen sich die Bereiche Biowerkstoffe, Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen sowie Forst und Holz mit der stofflichen Nutzung. Die Fachschau wird vom Bundesverband BioEnergie (BBE), der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und dem Deutschen Bauernverband (DBV) getragen und von der Messe Berlin gefördert.

Bei „Multitalent-Holz“ erleben die Besucher einen facettenreichen Branchenauftritt in Halle 4.2 und können sich von den vielen Talenten des Rohstoffes Holz überzeugen. Es darf geklettert, gesägt und geschnitzt werden. In der „Holz-Werkstatt“ entstehen während der Messe moderne Bauelemente aus Holz, Zimmerleute präsentieren ihr Handwerk. An Informationsständen erläutern Experten die unterschiedlichen Vorteile und Einsatzgebiete von Holz: vom CO2-senkenden Heizen bis hin zum Innenausbau. Förster zeigen Beispiele nachhaltiger Wald- und Forstwirtschaft und Unternehmen informieren über eine leistungsfähige Holzverarbeitung.

Die Aussteller der Gemeinschaftsschau „Lust aufs Land – gemeinsam für die ländlichen Räume“ präsentieren ein vielfältiges und lebendiges Bild vom Leben auf dem Land und vom Erfindungsreichtum seiner Bewohner. Zahlreiche Regionen, Bürgerinitiativen, Netzwerke und Verbände stellen in Halle 4.2 eine Fülle von Ideen vor, wie Dörfer und Städte aus den Veränderungen in unserer Gesellschaft - wie dem demografischen Wandel oder der Energiewende - Chancen für ihre Bürger machen. Organisiert von der Agrarsozialen Gesellschaft gibt es darüber hinaus auf der LandSchau-Bühne ein abwechslungreiches Non-Stop-Programm.

Wer wissen möchte, worin sich Waschbär und Dachs unterscheiden oder welchen Verwandtschaftsgrad Baum- und Steinmarder haben, ist im naturnahen Biotop des Deutschen Jagdverbandes (DJV) in Halle 26a richtig. Auf 300 Quadratmetern können Besucher aller Altersklassen unter fachkundiger Anleitung des Lernort-Natur-Teams auf einem Parcours pirschen und die heimische Flora und Fauna kennen lernen. Ein spannendes Quiz führt dicht heran an die Wildtiere. Die Initiative „Lernort Natur“ wurde bereits zum zweiten Mal von der UNESCO ausgezeichnet. Die Jäger zeigen, wie bunt und vielfältig die heimische Natur ist, was Jäger zu deren Erhalt beitragen und wie gesund und lecker Wildbret ist. Dass dem Hirschgulasch oder der Wildschweinbratwurst eine tierschutzgerechte Jagd vorausgeht, wie diese in Deutschland ausgeübt wird und welche strengen Vorgaben gelten, erfahren Besucher ebenfalls am DJV-Stand.

Wo es bellt, miaut, zischt und knurrt, lädt die Erlebniswelt Heimtiere in Halle 26b alle Tierfreunde ein und solche, die es werden möchten. Im Mittelpunkt stehen die beliebtesten und außergewöhnliche Zwei- und Vierbeiner, gefiederte und behaarte, gepanzerte und geschuppte Artgenossen aus allen Kontinenten. Zu sehen sind beispielsweise malaiische Riesengespenstschrecken und indische Gottesanbeterinnen, der suppentellergroße Afrikanische Grabfrosch und Riesentausendfüßler. Katzenliebhaber freuen sich über Rassen wie die Heilige Birma, die Sibirische Waldkatze, Main Coon, Ragdoll, Somali- und Siamkatze. Ob Eurasier, Dalmatiner, Hirtenhunde, Schäferhunde oder Cavalier-King-Charles-Spaniel: der Verband für das Deutsche Hundewesen präsentiert im Laufe der Grünen Woche mehr als 800 Hunde von über 50 Rassen. Messebesucher können sich vor Ort von Vereinen, Züchtern und Tierärzten beraten lassen, welches Haustier zu ihnen passt und wichtige Informationen zu Pflege und Haltung erhalten.

Gartenbereich zeigt herausragende floristische Arrangements

Die Blumenhalle steht im Jahr 2014 für die Vielfalt und das Zusammenspiel der Pflanzen aus aller Welt. Unter dem Titel „Internationales Parlament der Blumen“ herausragende floristische Besonderheiten präsentiert. Über 30 Palmen aus dem spanischen Alicante, tausende Tulpen aus Holland, südamerikanische Sukkulenten und asiatische Azaleen vermitteln eine farbenfrohe, freundliche und frühlingshafte Atmosphäre inmitten von insgesamt über 30.000 blühenden, duftenden Blumen und Blüten.

Die Blumenhalle verwandelt sich räumlich in einen Parlamentsaal. Hier nehmen die jeweiligen „Blumen- und Pflanzennationen“ entsprechend ihrer nationalen Herkunft auf bis zu drei Meter hohen, radial angeordneten Blumenterrassen in Pflanzengemeinschaften ihre Plätze ein. Mittelpunkt des Parlaments wird ein Wasserbecken mit einer vier Meter hohen Fontäne sein, umgeben von farblichduftenden Gestaltungskünsten der besten Floristen. Wichtige Partner im Zusammenhang mit dem Blumenparlament sind wieder die Berliner Gartenfreunde, der Zoologische Garten mit dem Tierpark Friedrichsfelde, die Grün Berlin und die zahlreichen Partner des Zentralverbands Gartenbau wie die Friedhofstreuhand.

Für besondere Aufmerksamkeit wird das Projekt „Andernach – Die essbare Stadt“ sorgen. „Pflücken erlaubt“ statt „Betreten verboten“ heißt es hier. Ob Erdbeeren, Salat oder Zwiebeln: Die Stadtverwaltung lässt überall Gemüse, Obst und Kräuter anbauen – und jeder darf sich bedienen. So werden öffentlichen Parks und Grünanlagen zum Garten für die Bürger. Die öffentlichen Nutzpflanzen zeigen, wie man sich gesund ernährt und sie steigern die Wertschätzung für regionale Lebensmittel.

Berlin entwickelt sich immer mehr zur europäischen Hauptstadt des Urban Gardening. Mit dabei sind die knapp 200.000 Kleingärtner, die mit ihrem privaten Engagement auf den 70.000 Kleingartenparzellen für ein im wahrsten Sinne des Wortes gutes Stadtklima sorgen. Der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. zeigt in Halle 9c unter anderem Gartenteiche als Lebensraum für viele Kleintiere und Pflanzen. Gastverband ist der Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e. V. Unterstützer der Blumenhalle ist die Zeitschrift GartenFlora. Medienpartner ist radioBerlin 88,8, das ein ebenso kurzweiliges wie informatives Bühnenprogramm gestaltet

Grüne Woche young generation

Praxisnaher Schulunterricht mit vielen spannenden, lehrreichen und interessanten Themen: Mehr als 20.000 Schüler haben auf der Internationalen Grünen Woche die Möglichkeit, sich Alltagswissen rund um die Themenfelder Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau anzueignen. Von der Zubereitung des richtigen Schulfrühstücks über moderne Tierhaltung bis hin zur gärtnerischen Gestaltung des Schulbeetes reicht das mehr als 50 Programmpunkte umfassende Messeerlebnis. Das speziell auf die jugendliche Zielgruppe zugeschnittene Angebot „Grüne Woche young generation“ wird von den Schulbehörden in Berlin und Brandenburg empfohlen. Unter dem Motto „Meine grüne Zukunft" können Schüler der Mittelstufe am Tag der Ausbildung (20. Januar) auf einer Ausbildungsroute über den ErlebnisBauernhof Informationen zu den verschiedenen Berufen rund um Landwirtschaft und Ernährung sammeln. Lehrer erhalten Unterrichtsmaterialien an einem Lehrerstammtisch. Ein spannendes Bühnenprogramm mit Talkrunden und Überraschungen rundet den Tag ab.

Besucher-Informationen: drei lange Grüne Woche-Tage

Mit einem vollen Veranstaltungsprogramm bereitet sich die Internationale Grüne Woche Berlin 2014 vom 17. bis 26. Januar auf den Ansturm von rund 400.000 Fach- und Privatbesuchern vor. Bei den Öffnungszeiten und Eintrittskarten bietet die Messe Berlin viele Varianten für den geplanten oder spontanen Messebesuch. Geöffnet ist die Messe täglich von 10 bis 18 Uhr. Am zweiten Freitag und den beiden Samstagen (18.1., 24.1, 25.1) ist die Messe von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Die Tageskarte kostet dreizehn Euro, ermäßigte Karten für Schüler und Studenten neun Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. An allen Tagen gibt es die Happy Hour-Karte (täglich ab 14 Uhr, auch an den Tagen mit verlängerten Öffnungszeiten) für neun Euro und die Familienkarte (max. 2 Erwachsene + max. 3 Kinder bis 14 Jahre) für 26 Euro. Das Sonntagsticket an den beiden Grüne Woche-Sonntagen (19. und 26.1.) kostet zehn Euro. Die Sonntage eignen sich besonders für Familien. Gruppen ab 20 Personen zahlen für die Tageskarte elf Euro, Schülergruppen mit Schulbescheinigung vier Euro pro Schüler. Die Grüne Woche-Dauerkarte ist für 42 Euro erhältlich.

Die Grüne Woche ohne Anstehen: Eintrittskarten können online im Ticket-Shop unter www.grünewoche.de bestellt und ausgedruckt werden. Neu ist der mobile Ticketshop. Damit kann man sich auch direkt vor Ort das Ticket aufs eigene mobile Endgerät laden.

Anfahrt per Auto

Von der A10 (Berliner Ring) auf die A100, A111 oder A115 bis Autobahndreieck Funkturm, Abfahrt Messedamm. Nutzen Sie die Parkplätze am Olympiastadion. Von dort fährt ein kostenloser Shuttle-Service direkt zum Nordeingang und zum Südeingang des Messegeländes. Messegelände und ICC befinden sich außerhalb der Umweltzone. Anreisende mit dem Pkw, die über die Autobahn kommen und von den Anschlussstellen Messegelände/ Messedamm direkt zur Messe fahren, befinden sich außerhalb der Zone und benötigen keine Plakette.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S-Bahn S5 bis zum Bahnhof Messe Süd; S-Bahn S5, S7 bis zum Bahnhof Westkreuz; S-Bahn S41, S42, S46 bis zum Bahnhof Messe Nord/ ICC; U-Bahn U2 bis zu den Bahnhöfen Kaiserdamm oder Theodor-Heuss-Platz; Buslinien 104, 139, 349, M49, X34, X49 zum Messedamm/ ZOB/ ICC.

Alle weiteren Informationen zur Onlinebuchung von Eintrittskarten finden Sie im Internet unter www.gruenewoche.de/Besucher-Service/. Angebote zu günstigen Reisen nach Berlin oder Übernachtungsmöglichkeiten in der Hauptstadt finden Sie unter:

www.visitberlin.de oder www.hrs.de.

Alle wichtigen Informationen über die Aussteller und die Produkte der Grünen Woche finden Sie online im Virtual Market Place (http://www.gruenewoche.de/Aussteller-Suche/).

Weitere Informationen zur Internationale Grüne Woche:

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