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Press Release

28. August 2009

Erster Spatenstich für neues ILA-Gelände

Direkt neben dem neuen Hauptstadtflughafen BER

entsteht ein multifunktionales Veranstaltungsgelände

Berlin ExpoCenter Airport wird Mitte 2012 eröffnet

Berlin, 18. August 2011 – Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist heute der Baubeginn des neuen Messegeländes direkt neben dem künftigen Hauptstadtflughafen BER erfolgt. Unter dem Namen Berlin ExpoCenter Airport wird am Rande der Ortschaft Selchow ein multifunktionales Veranstaltungsgelände entstehen, das unter anderem auch der neue Standort der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA sein wird. Das Kerngelände umfasst etwa 250.000 Quadratmeter Fläche, davon werden für die ILA 2012 rund 50.000 Quadratmeter Hallen- und Chaletfläche, 100.000 Quadratmeter Freigeländefläche für die Präsentation der Fluggeräte sowie 100.000 Quadratmeter für den Zuschauerbereich beziehungsweise die Wegeführung geplant.

Für die Errichtung und Vermarktung des Geländes ist am 10. November 2010 die Messeimmobilien Selchow GmbH (MIS) gegründet worden. Gesellschafter sind zu jeweils 50 Prozent die Messe Berlin GmbH sowie die ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB). Die MIS wird 27 Millionen Euro in die Entwicklung des neuen Geländes investieren.

Wirtschaft und Politik: Neues Gelände stärkt den Standort

„Heute ein kleiner Stich für einen Spaten, aber ich bin mir sicher, es wird ein großer Wurf für Berlin und Brandenburg“, mit diesen Worten begleitete Raimund Hosch, Aufsichtsratsvorsitzender der MIS, die heutige Zeremonie zum Baubeginn. „Der Messestandort Berlin braucht das neue Veranstaltungsgelände. Mehr Messen bringen Wachstum für die gesamte Hauptstadtregion. Sie sichern und schaffen Arbeitsplätze. Sie bedeuten einen zusätzlichen Kaufkraftzufluss für die Region. Das neue Veranstaltungsgelände ist Ergänzung und nicht Konkurrenz zum traditionellen Standort am Berliner Funkturm. Die große Nachfrage von Veranstaltern zu den am Funkturm belegten Messeterminen zeigt eine sehr gute Perspektive für das neue Gelände“, so Hosch.

Dies gelte vor allem für Messen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie anderen Industrie- und Dienstleistungsbereichen. Das zeigten erste sehr positiv verlaufende Gespräche mit interessierten Veranstaltern. Das Gelände sei außerdem prädestiniert für Messen mit einem großen Bedarf an Freigelände.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck: „Der heutige Spatenstich für das neue Messegelände in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Berlin Brandenburg ist der Beginn einer langen Erfolgsgeschichte. Die Entscheidung für Schönefeld als Standort der ILA war richtig. Hier hat die ILA ihr ‚Heimspiel’. Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ist einer der führenden Standorte der Luft- und Raumfahrt in Deutschland. Die ILA ist für die Branche in Brandenburg und Berlin ein ideales Schaufenster und Zuschauermagnet.“ Platzeck war am Vortag aus Moskau zurückgekehrt, wo er auf der Luftfahrtmesse MAKS für die ILA warb und wo ein weiteres konkretes Projekt der Zusammenarbeit mit Russland im Bereich der Luft- und Raumfahrt vereinbart wurde.

Berlins Bürgermeister und Wirtschaftssenator Harald Wolf: „Die Luft- und Raumfahrt hat für die Hauptstadtregion eine große technologische und wirtschaftliche Bedeutung. Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) erzeugt nach Schätzungen einen volkswirtschaftlichen Produktionseffekt von rund 361 Millionen Euro für Berlin- Brandenburg. Damit dürften allein durch die ILA bis zu 4.560 Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise gesichert werden. Die Entscheidung der beiden Landesregierungen war richtig, die ILA in der Hauptstadtregion zu halten und das Veranstaltungsgelände wirtschaftlich zu entwickeln.“

Dietmar Schrick, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V.: „Mit dem neuen Gelände in unmittelbarer Nähe zum Hauptstadtflughafen läuten wir ein neues Kapitel für die Zukunft der ILA ein. Nachdem die ILA sich seit ihrem Wechsel nach Berlin in 1992 hervorragend entwickelt hat, bieten sich mit dem neuen, kompakten Messegelände weitere Ausbauchancen. Damit können wir der Bedeutung, die diese Messe national, aber auch international hat, zeitgemäß Rechnung tragen. Die ILA ist eine der drei größten Branchenmessen und Air Shows weltweit und auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region Berlin/Brandenburg. Die ILA deckt mit ihren Segmenten alle Bereiche der Luft- und Raumfahrt ab, greift die neuesten Trends und Entwicklungen in der zivilen und militärischen Luftfahrt und in der Raumfahrt auf. Diese politische Bedeutung der ILA und unserer Industrie lässt sich nirgendwo so gut darstellen wie in der Hauptstadtregion.“

ILA-Countdown: Vom ersten Spatenstich bis zur Eröffnung

In gut einem Jahr öffnet die ILA 2012 als eine der weltweit größten Aerospace-Veranstaltungen, direkt neben dem künftigen Hauptstadtflughafen BER. Die Besucher aus aller Welt werden dann über den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt einfliegen, der am 3. Juni 2012 in Betrieb genommen wird. Doch bevor die Repräsentanten von Luft- und Raumfahrtunternehmen Geschäfte anbahnen, Verträge unterzeichnen und ihre Fluggeräte am Boden und in der Luft präsentieren, bestimmen Planer, Architekten und Bauarbeiter die Szenerie. Bis zur ILA-Eröffnung sind folgende Baumaßnahmen geplant:

Ab Mitte August 2011: Gelände-Nivellierung

Ab sofort haben die Bagger und Planierraupen Vorfahrt auf der Baustelle des Messegeländes. Rund 48.000 Kubikmeter Erdreich werden in den nächsten Wochen bewegt, um die Gelände-Oberfläche auf ein einheitliches Höhenniveau zu bringen. Um möglichst effizient zu bauen, wird das Areal in fünf Baufelder unterteilt, auf denen zum Teil parallel gearbeitet wird.

Auch außerhalb des Veranstaltungsgeländes wird rege Bautätigkeit herrschen. Ende August 2011 erfolgen die Bodenbaumaßnahmen auf der direkt an das Messegelände angrenzenden Seite des Flughafens, die vor allem für die ILA genutzt wird. Hier werden allein über 50.000 Quadratmeter Freigeländefläche (static display) für die Präsentation der Fluggeräte geschaffen sowie der Taxiway Bravo errichtet. Dieser verbindet das ILA-Gelände mit der neuen südlichen Runway des BER und ermöglicht somit die Positionierung von Flugzeugen und Hubschraubern sowie das Flugprogramm der ILA.

Ab September 2011: Infrastrukturelle Bodenbaumaßnahmen

Ist die Oberfläche eines Baufeldes an die Umgebungshöhe angepasst, werden ab September 2011 die Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Kommunikation in den Boden verlegt. Insgesamt über 11.000 Meter Wasserrohre werden für den Durchfluss von Trinkwasser, Abwasser und Regenwasser installiert. Daneben gelangen mehr als 15.000 Meter Leerrohre ins Erdreich, durch die rund 34.000 Meter Starkstrom-, Mittelstrom- und Niederspannungsleitungen gezogen werden. Diese aktivieren die gesamten Elektro-, Fernmelde- und informationstechnischen Anlagen, die das Veranstaltungsgelände im Hochleistungsbetrieb des Messegeschehens einmal versorgen werden. Bis Ende März 2012 werden diese infrastrukturellen Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

Ab Oktober 2011: Baubeginn nördliche Umgehung

Anfang Oktober 2011 ist Baubeginn für eine etwa 800 Meter lange Umgehungsstraße, die bereits sechs Wochen später nördlich um das Gelände führt. Die jetzige das Veranstaltungsgelände teilende Straße (L 75) wird dann zum Mittelboulevard der ILA umfunktioniert.

Ab März 2012: Befestigung der Bodenfläche

Nach der Verlegung der Versorgungsleitungen werden rund 69.000 Quadratmeter Bodenfläche mit einer Asphaltdecke überzogen. Nach heutigem Planungsstand wird das Veranstaltungsgelände bis Ende April 2012 bezugsfertig sein. Bereits im Frühjahr sind dann Führungen von Ausstellern oder Veranstaltern von Events auf dem Gelände möglich.

Ab Juni 2012: Herrichtung der Parkflächen

Ab August 2012: Aufbau der ILA 2012

11. bis 16. September 2012: Durchführung der ILA 2012

Ausgleichsmaßnahmen laufen parallel

Presse-Fotos vom Spatenstich online erhältlich